Skoda Octavia und Roomster als Scout-Versionen

Für robuste Aufgaben empfehlen sich die neuen Scout-Versionen der Modelle Octavia und Roomster. Wir haben uns die Pfadfinder genauer angeschaut.

Von Bettina Buck (bbs)

Mit den beiden Versionen Octavia Scout und Roomster Scout schärft der tschechische Hersteller die Profile seiner beiden Modellreihen und setzt auf Offroad-Optik. Gegenüber den Serienpedanten erkennt man die ab April (Octavia) und Mai (Roomster) erhältlichen beiden Scout-Versionen an den deutlich geänderten Front- und Heckschürzen. Sie wurden farblich in dunkelgrau abgesetzt und verlaufen Ton in Ton mit den lackierten Seitenschutzleisten und Schwellern rings ums Auto.

Octavia Scout
Der Skoda Octavia Scout ist mit seiner serienmäßigen Allradtechnik ein echter Indianer für gute und schlechte Wegstrecken. Mit erhöhter Bodenfreiheit und Unterfahrschutz an Front- und Heckpartie stellt er auch optisch seine Fähigkeiten zur Schau. Um 13 Millimeter höher, als der Octavia 4x4 mit Schlechtwetterpaket, liegt seine Karosserie und lässt somit die Offroad-Tauglichkeit steigen.

Vom Ausstattungsumfang baut der Scout auf der mittleren Linie „Elegance“ auf. Die Klimaanlage Climatronic ist für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbar. Exklusive Sitzbezüge, Lederbesatz an Schaltknauf und Handbremshebel sowie ein Haltegriff für den Beifahrer am Armaturenbrett sind die markanten Elemente im Innenraum. Etwas exklusiver hätte das Design ruhig sein dürfen,  dafür macht alles einen robusten Eindruck.

Der Skoda Scout steht wahlweise mit einem 110 kW/150 PS starken Benziner oder einem 103 kW/140 PS leistenden Diesel (mit Partikelfilter) zur Verfügung. Beide Aggregate sind leistungsmäßig vollkommen ausreichend und verfügen über ein sauber zu schaltendes Sechsganggetriebe. Bei einem Preis von 26.590 Euro (Benziner) und 28 290 Euro (Diesel) beträgt der Aufpreis zum entsprechenden Serienmodell lediglich 400 Euro.

Roomster Scout

Entgegen dem Octavia wird der Roomster Scout nur mit Frontantrieb geliefert. Ansonsten ist die „Kriegsbemalung“ optisch ähnlich mit erhöhten Seitenschutzflanken und einer Karosserie, die um 43 Millimeter nach oben wuchs.

Innen bietet der Roomster auch die besonderen Sitzbezüge und Lederapplikationen wie im Octavia, jedoch mit manuell einstellbarer Klimaanlage.

Das Angebot an Benzinmotoren besteht aus zwei flotten Vierzylinder-Aggregaten mit 63 kW/86 PS und 77 kW/105 PS, die serienmäßig per Fünfganggetriebe geschaltet werden. Der große Benzinmotor kann bei einem Aufpreis von 1000 Euro auch mit einer sechsstufigen Automatik geliefert werden.

Die Dieselauswahl beginnt beim 1,4-Liter-Dreizylinder, der 59 kW/80 PS leistet und uns vom Geräuschverhalten nicht so gut gefiel. Sein stärkerer Bruder hat einen 1,9-Liter-Vierzylinder, der 77 kW/105 PS an ein Fünfgang-Schaltgetriebe schickt. Beide Selbstzünder sind für 600 Euro zusätzlich mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattet.

Die Preise beginnen bei 17.490 Euro für den Benziner und 19.190 Euro beim Diesel, was auch beim Roomster einen geringen Aufpreis von jeweils 400 Euro gegenüber dem Serienmodell ausmacht.

BU: Ganzer Indianer: Der Skoda Octavia Scout ist mit einer variablen Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse ausgerüstet. Durch die geringe Baugröße des Allradantriebs geht kein Kofferraum verloren (Ladevolumen 1620 Liter).

Halber Indianer: Der Skoda Roomster Scout muss mit Frontantrieb auskommen. Die markante Optik entstand durch 19 Anbauteile.

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zuletzt aktualisiert am 22.01.2022 

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