Peugeot 308: Die neue Nummer

Peugeot geht am 15. September mit dem Nachfolger des 307 an den Start. Es geht in diesem Rennen um die Gunst der Käufer in der gut besetzten Kompaktklasse. Wir haben die neue Nummer schon gefahren.

Von Bettina Buck (bbs)

Mit einem aufreißenden Styling steht der 308 vor uns und ich bin mir nicht sicher, ob er in meine Hand beißt, wenn ich sie vor seinen großen Lufteinlass halte. Zumindest auf der Autobahn dürfte die bissige Frontpartie für Überholprestige sorgen. Das Heck sieht dagegen zahm aus – mit Rückleuchten, die wie aufgeklebt auf einem Bürzel wirken, der sich nach hinten streckt. Der neue Franzose ist irgendwie so ein Typ, den man erst genauer Kennenlernen muss, bevor man ihn richtig mag.

Was ich auf jeden Fall mag, ist die bessere Qualität. Viele der Fehler, die sonst erst die Kunden entdeckt haben, sollen die Techniker vor dem Verkaufsstart behoben haben. Der erste Eindruck zeigt Zuversicht. Dann will ich mich mal weiter überraschen lassen.

Innen macht der 308 einen gewohnt sauberen Eindruck, mit Materialien, die sich gut anfühlen. Das Gestühl ist bequem, aber es dauert einige Kilometer, bis man die richtige Sitzposition am Volant gefunden hat. Das in der Höhe und Neigung verstellbare Lenkrad liegt gut in der Hand, was ich vom Schalthebel nicht behaupten kann. Die Schaltvorgänge fühlen sich zu ungenau an, wenn man die fünf Gänge durchschaltet.

Der 1,6 Liter THP Turbo-Benzinmotor mit 110 kW/150 PS habe ich aus der Palette von insgesamt sechs Motoren ausgewählt. Er ist ein flotter Spaßmacher mit guten Eigenschaften. Schaltfaul lässt es sich im dritten Gang durch die Stadt gondeln oder er zeigt auf der Landstraße seine drehmomentstarken Seiten beim Überholvorgang.

Im Fahrkomfort stellt sich der Franzose auf eine Stufe mit seinem ärgsten Wettbewerber, dem VW Golf, während der Peugeot beim Grundpreis sogar punkten kann: Mit 14.950 Euro stehen satte 16.300 Euro gegenüber, die der Basisgolf kostet.

Neben dem Preis soll auch die ordentliche Grundausstattung verwöhnen: Sieben Airbags, ESP, Bordcomputer, elektrische Fensterheber und Spiegel, die sich elektrisch verstellen lassen sind an Bord. Noch erwähnenswert ist die von vorne und hinten zu öffnende Hutablage, bei der Bücher oder flache Spielsachen clever in einem großen Fach untergebracht werden können. Vom Platzangebot kann man nicht meckern. Hinten sitzt man ordentlich und zwischen 348 und 1201 Liter Gepäck passen hinein, wenn es auf Reise gehen soll.

Angeboten wird der neue Peugeot 308 in drei- und fünftüriger Version und in fünf Ausstattungen. Die Leistungspalette reicht momentan von 70 kW/95 PS bis 110 kW/150 PS. Stärkere Varianten und andere Karosserieformen sollen folgen. Alle Diesel haben serienmäßig einen Rußfilter montiert und die in Kooperation mit BMW eingebauten Benziner sollen vom Kraftstoffverbrauch her glänzen.

Markantes Gesicht: Der neue Peugeot 308 steht auf der Plattform des 307, ist jedoch sechs Zentimeter länger geworden.Zwei Frontgesichter sind erhältlich: einmal klassisch und einmal mit Kühlergrill in Alu-Optik (siehe Foto).

Schöne Aussichten: Das riesige Panorama-Glasdach ist ab der Ausstattungsstufe „Sport Plus“ (ab 21.100 Euro) serienmäßig eingebaut

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zuletzt aktualisiert am 04.04.2020 

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