Peugeot 207 CC: Die Leidenschaft geht weiter

Am 10. März kommt der Nachfolger vom Peugeot 206 CC. Er legt in Sachen Sicherheit, Komfort und Größe noch eins drauf. Wir waren mit den neuen 207-CC-Modellen unterwegs.

Von Bettina Buck (bbs)

Der 206 CC galt schon als Trendsetter für eine Cabrio-Ära unter den Kleinwagen. Sein Prinzip mit elektrohydraulisch betätigtem Klappdach trug zum Erfolg dieses Modells bei. Mit fast 100.000 Zulassungen in Deutschland war er sogar erfolgreicher als in seinem Mutterland, wo nur 65.000 Mal verkauft wurde.
Musste man im 206 CC noch die Sicherungsbügel am Scheibenrahmen per Hand entriegeln, geschieht dies im neuen 207 CC vollautomatisch per Knopfdruck. Bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h lässt es sich öffnen, was im Stau sehr nützlich ist.

Der 207 CC tritt mit zwei erstarkten Benzinmotoren und einem Diesel an. Die Ottomotoren leisten 120 PS (vorher 109 PS) und 150 PS (vorher 136 PS), während der Diesel unverändert 109 PS erzeugt. Obwohl alle Motoren es nun mit einer um über 200 Kilogramm schwereren Karosserie im 207 CC zu tun haben, machen die modernen Benziner ihre Sache gut und gleichen die Last mit stärkerer Leistung aus. Dabei sind sie sogar bis zu 0,8 Liter sparsamer im Benzinverbrauch auf 100 km. Der Diesel hat es nun etwas schwerer im neuen Modell und verbraucht statt 4,9 jetzt 5,2 Liter im Durchschnitt. Die Gewichtszunahme erfolgt durch eine um 20 Zentimeter längere, 7,7 Zentimeter breitere und 2,7 Zentimeter höhere Karosserie.

Auch bei der Sicherheit hat der charmante Franzose zugelegt. Er ist das erste Cabrio im B-Segment, dass einen pyrotechnischen Überrollschutz besitzt. Innerhalb von 175 Millisekunden schießen die beiden verchromten Bügel hinter den Fondsitzen um 200 Millimeter heraus und schützen die Passagiere bei einem Überschlag. Zusätzlich gibt es jetzt neben Front- und Seitenairbags auch einen Lenksäulenairbag.

Trotz der vielen Verbesserungen haben die Preise im 207 CC nur leicht um 500 Euro angezogen. Wer bis zum 30. April das Cabrio kauft, bekommt als Bonus diesen Aufschlag erstattet.

Bei unseren ersten Testfahrten mit den neuen 207-CC-Modellen gab es wenig zu meckern. Die Motoren laufen durchweg leise und sind durchzugsstark. Die Windgeräusche im geschlossenen Fahrzeug sind kaum wahrnehmbar. Offen gefahren säuselt der Wind einem leicht um die Ohren. Lenkung und Schaltung sind direkt und mit kurzen Wegen.
Die Sicht nach hinten ist eingeschränkt. Die Platzverhältnisse sind vorn gut, hinten taugen die Sitze dagegen nur für kurze Fahrten oder als Ablagemöglichkeit für Reiseutensilien. Der Kofferraum hat an Größe etwas verloren und bietet jetzt 145/370 Liter statt 175/410 Liter.

Wer sich bei der Ausstattung etwas Besonderes mit hohem Werterhalt gönnen möchte, greift zur höchsten Ausstattung (Platinum ab 23.200 Euro) mit optionalem Voll-Leder-Interieur. Hier ist für 820 Euro zusätzlich das Armaturenbrett in farbigem Leder bespannt, das eine sehr hochwertige Atmosphäre schafft.

Technische Daten
1,6-Liter-Benzinmotor: Vierzyl., 1598 cm3, 88 kW/120 PS, 160 Nm, 0-100 km/h in 10,7 s, Spitze 200 km/h, Verbrauch 6,5 l Super/ 100 km, CO2 155 g/km.

1,6-Liter-Turbobenziner: 1598 cm3, 110 kW/150 PS, 240 Nm, 8,6 s, 210 km/h, 7,2 l Super, CO2 171 g/km.
1,6-Liter-Diesel: 1560 cm3, 80 kW/109 PS, 240 Nm, 10,9 s, 193 km/h, 5,2 l, CO2 136 g/km.
Maße & Gewicht: Länge/Breite/Höhe = 4,04/1,97/ 1,4 m, Wendekreis 11,05 m, Leergewicht 1427 bis 1488 kg, Tank 50 l, Gepäckvolumen 145/370 l.

Versicherung:  HP/VK/TK = 14/14/17.
Preis: ab 18.950 Euro.

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zuletzt aktualisiert am 04.04.2020 

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