Honda: Erfolgreiche Accord-Arbeit

In 32 Jahren 16 Millionen Mal produziert, seit 30 Jahren erfolgreich in Europa: Der Accord ist längst zum Honda-Dauerbrenner avanciert und schickt sich nun an, neues Territorium zu erobern.
Von Bettina Buck (bbs)
Vom 7. Juni an steht die achte Generation des erfolgreichen japanischen Mittelklässlers mit modernem Outfit bei den Händlern: Zuerst kommt die Limousine 2.0 Comfort zum Preis ab 24.800 Euro auf den Markt. Ab Anfang September gibt’s dann auch die Tourer genannte Kombiversion, für die ein Aufschlag von 1300 Euro fällig wird. Beim Topmodel 2.2 Executive mit dem 150-PS-Dieselaggregat starten die Listenpreise bei 32.825 Euro für die Limousine oder 34.675 Euro für den Tourer.

zum Honda Accord

zum Honda Accord

zum Honda Accord

klick

klick

klick


Länger (4,72 Meter), breiter (1,84 Meter) und niedriger (1,44 Meter) präsentiert sich die Limousine, die damit ihre sportlich-dynamischen Ambitionen unterstreicht. In diese Kerbe schlagen auch die beiden leistungsgesteigerten 2,0-Liter- und 2,4-Liter-Benzinmotoren, die mit 156 und 201 Pferdestärken den gestellten Ansprüchen jederzeit gerecht werden. Für die Benziner gibt es alternativ zum serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe eine Fünfgang-Automatik, die über Schaltwippen am Lenkrad verfügt und sich in der S-Position manuell bedienen lässt.
Hondas Motoren-Neuzugang bei den Antrieben ist ein 150 PS starker 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel, der kultiviertes Fahren ebenso ermöglicht und stets Durchzugskraft aus dem Drehzahlkeller heraus garantiert (maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern zwischen 2000 und 2500 Touren). 5,6 Liter Spritkonsum auf 100 Kilometer können sich angesichts des genannten Leistungspotentials sehen lassen. Sämtliche Motoren erfüllen zudem die Euro-5-Norm.
Weniger Raum, schönere Form
Was den sportlicheren Accord-Auftritt betrifft, schlägt der Lifestyle-orientierte Tourer mit Sinn für Funktionalität und Flexibilität den gleichen Weg ein wie die Limousine, muss aber auf Kosten seines eleganter und dynamischer wirkenden Designs in punkto Ladevolumen deutliche Abstriche machen: Aktuelle 395 bis 1252 Liter nehmen sich gegenüber den früheren 518 bis 1657 Liter bescheiden aus. Mit 467 Litern bietet die Limousine dagegen einen unverändert großzügigen, wenn in dieser Klasse auch nicht aus dem Rahmen fallenden Laderaum.
Das ist allerdings der einzige Abstrich, den der neue Accord gegenüber seinem Vorgänger macht. Fahrerisch hinterlässt der Japaner einen tadellosen Eindruck, wobei das Fahrwerk bezüglich Abstimmung und Spurstabilität noch Zusatzpunkte ergattert. Hier machen sich die breite Spur sowie der tief liegende Schwerpunkt positiv Bemerkbar. Pluspunkte können wir auch im Innenraum für den Komfort (Zwei-Zonen-Klimatisierungsautomatik sowie Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz sind Standard) und Qualität vergeben. Hinzukommen ein CD-Radio mit sechs Lautsprechern und MP3-Funktion.
Üppiges Sicherheitspaket
Sinn für Sicherheit beweist der neue Honda unter anderem mit acht Airbags, aktiven Kopfstützen und dem Stabilitätsprogramm VSA samt adaptiver elektrischer Servolenkung, die dem Fahrer bei Bedarf eine aktive und daher effektive Lenkempfehlung zukommen lässt.
Der Accord ist in drei Ausstattungslinien zu haben: Comfort, Elegance und Executive. Wer Wert auf neueste Sicherheitstechnik legt, der muss die Top-Ausstattung wählen. Hier ist das Glanzlicht zweifellos das für einen Aufpreis von 2450 Euro erhältliche Advanced Safety Paket. Es ist beim Accord mit dem aktiven Spurhalte-Assistenten LKAS (Lane Keeping Assist), dem präventiven Fahrer-Assistenzsystem CMBS (Collision Mitigation Brake System) und der adaptiven Geschwindigkeitsregelung ACC (Adaptive Cruise Control) geschnürt.
Und die drei elektronischen Helfer funktionieren so: Bei drohendem Verlassen der Fahrspur wird der Spurhalte-Assistenten LKAS aktiv und lenkt gegen – aber nur mit 80 Prozent der notwendigen Kraft. Das Assistenzsystem CMBS leitet in Notfällen eine eigenständige Bremsung mit maximal 60 Prozent der vollen Bremsleistung ein. Selbst wenn der Fahrer nicht reagiert, wird ein Aufprall so zumindest abgemildert. AAC ist ein Tempomat, der die Geschwindigkeit des Fahrzeugs aktiv an das Tempo des vorausfahrenden Wagens anpasst. Das Sicherheitspaket ist allerdings nur für die Executive-Modelle mit dem 201-PS-Benziner und dem 150-PS-Diesel erhältlich.

zurück

zuletzt aktualisiert am 24.08.2019 

© by BBS Redaktion 2002 - 2019